FFW Neukirchen-Balbini

 

Die Geburtsstunde der FFW Neukirchen-Balbini schlug am 13. August 1876. Auf Initiative des Bezirksamtes Neunburg trafen sich 34 Bürger und Bürgerssöhne zur Bildung einer Wehr: Bürgermeister Probst, Kemmitzer, Franz Kemmitzer, Bernhard, Georg Forster, Andreas Fruth, Lacher, Anton Meyer, Andreas Reichl, J. Nothhaas, Christoph Schmid, Andreas Rensch, Martin Gleixner, Martin Gleixner 2, Vinzent Lacher, Andreas Lacher, Peter Thanner, Johann Thanner,  Johann Rankl, Johann Galli, Josef Rankl, Anton Söltl, Josef Neuber, Josef Meier, Michael Naber,  Martin Sieber, Josef Kraus, Adam Zach, Sebastian Bahr, Sebastian Urban, Lorenz Dauch, Andreas Nothaas, Wolf Schmid und Anton Beer. Den monatlichen Mitgliedsbeitrag setzte die Versammlung auf 20 Pfennige fest. Zum Kassier wählte die Gründungsversammlung Posthalter Franz Kemmitzer. Das Amt des Schriftführers übernahm der Schullehrer Anton Beer. Am 12. Juli 1877 traten die Statuten der Wehr nach einer Gemeindeversammlung in Kraft. Demnach unterteilte sich die Wehr in eine Rotte Steiger mit sechs Mann, eine Rotte Retter mit 16 Mann und in eine Rotte Spritzenmannschaft mit 16 Mann. Der Verwaltungsrat setzte sich zusammen aus einem Vorstand, einem Kommandanten, einem Requisitenmeister, einem Rottenführer der Steiger, einem Rottenführer der Retter und einem Spritzenmeister. Die Amtsdauer betrug drei Jahre. Die Generalversammlung hatte alljährlich im Januar stattzufinden, wobei der Requisitenmeister über Einnahmen und Ausgaben Rechnung abzulegen hatte.  Am 12. Juli 1877 bestand die Führung der Wehr aus folgenden Personen: Vorstand Johann Dirnberger, Kommandant Josef Kraus, Requisitenmeister Michael Lacher, Rottenführer der Steiger Johann Galli, Rottenführer der Retter Lorenz Dauch, Spritzenmeister Christoph Schmid. 1890 beschaffte sich die Wehr zum Preis von 388 Mark eine Vereinsfahne. Die kirchliche Weihe fand am 8. September 1890 statt, wobei die FFW Neubäu als Patenverein fungierte. Bereits 35 Jahre später feierte die Wehr die nächste Fahnenweihe. Ermöglicht hatte die Neuanschaffung der nach USA ausgewanderte Johann Schmid durch eine großzügige Spende. Die Weihe erfolgte am 2. August 1925 verbunden mit der Feier des 50-jährigen Bestehens der Wehr. Der Festausschuss bestand aus 1. Vorsitzendem Anton Weindler, 2. Vorsitzendem Anton Kraus sowie Michael Wittmann, Franz Sedlmeier, Josef Thanner, Ludwig Mauerer, Josef Schießl, Johann Stubenrauch junior, Christoph Schmid und Vinzenz Urban. Als Fahnenjunker agierte Franz Decker junior, begleitet von Xaver Hinteneder und Josef Drexler; der Fahnenjunker der alten Fahne war Michael Gruber. Fahnenmutter war Luise Schmid, als Festjungfrauen standen ihr zur Seite Fanny Bucher, Anna Decker, Anna Drexler, Maria Drexler, Betty Elsner, Anna Kellner, Maria Kemnitzer, Elise Kraus, Maria Preis und Katharina Weindler.

Ab 1939 ruhte kriegsbedingt das Vereinsleben.

Die erste Versammlung nach Kriegsende fand am 7. Dezember 1947 statt. In geheimer Wahl wählten die Mitglieder folgende Vorstandschaft: 1. Vorstand Franz Naber, 2. Vorstand Johann Mehltretter, Kassier Josef Schmid, Schriftführer Jakob Riedhammer, Beisitzer Fritz Decker, Karl Forster, Michael Probst. Als Vereinslokal wurde der Gasthof Zur Post bestimmt. Am 30. Juli 1951 feierte die Wehr ihr 75-jähriges Bestehen. Am 26. September 1954 verunglückte das FFW-Fahrzeug bei der Rückfahrt von einer Schauübung in Seebarn. Der von Kommandant Franz Sedlmeier gesteuerte Lkw  geriet bei Diendorf in den Straßengraben und zerschellte an einer Feldeinfahrt, heißt es in der Gemeindechronik.  Der Mitfahrer Josef Käsbauer wurde verletzt. Die Instandsetzungskosten betrugen 7458 Mark. 1956 erhielt die FFW den Status einer Stützpunktfeuerwehr. Die Wehr engagierte sich auch nachhaltig im gesellschaftlichen Leben des Marktes. Sie veranstaltete Faschingsbälle und führte Theaterstücke im Postsaal auf.

1970 legte eine Gruppe der Neukirchner Wehr als erste im Landkreis Neunburg das Leistungsabzeichen in Gold ab.  Das 100. Gründungsfest begingen die Floriansjünger vom 16. bis 19. Juli 1976 unter der Schirmherrschaft von Landrat Hans Schuierer am Festplatz auf der Schulwiese. In diesem Rahmen wurde die dritte Fahne des Vereins geweiht, die bis heute bei allen größeren Veranstaltungen mitgetragen wird. Fahnenmutter war Anna Sedlmeier und Fahnenbraut Renate Elsner. Als Patenverein konnte die FFW Fronau gewonnen werden. Michael Eiber agierte als Festleiter. Im Vorfeld der 850 Jahrfeier des Marktes anno 1988 restaurierten die Floriansjünger  die historische Löschspritze von 1903. 1997 legte die erste Damengruppe (Beate Dietl, Rita Götz, Rosmarie Götz, Liane Grande, Irene Käsbauer, Andrea Kemmitzer, Annemarie Penzenstadler, Helga Pöschko, Cornelia Ring) der Neukirchner Wehr das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Vom 20. bis 23. Juli 2001 feierte die FFW ihr 125. Gründungsfest unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Xaver Hinteneder. Die Patenschaft hatte die FFW Kleinwinklarn übernommen. Festleiter war Vorsitzender Michael Meier und Fahnenbraut Daniela Dietl. Im  Rahmen der Feierlichkeiten segnete Pfarrer Johann Kiener die renovierte Vereinsfahne.

Im März 2010 rief die Wehr eine Kindergruppe, die  „Löschfrösche“, ins Leben, deren Leitung Daniela Stubenrauch übernahm. Im gleichen Jahr schlossen sich die Aktiven der FFW Boden der Neukirchner Wehr an.

Vorsitzende: Johann Dirnberger 1877, Josef Kraus 18??-1890, Johann Preis 1890-1905, Josef Rötzer 1905-1910, Johann Kellner 1910-1922, Anton Weindler 1922-1937, Franz Naber 1947-1950, Franz Sedlmeier 1950-1961, Michael Eiber 1961-1963, Konrad Schießl 1963-1966, Michael Eiber1967-1980, Franz Sedlmeier senior 1980-1988, Herbert Drexler 1988-1997, Michael Meier 1997-2009, seit 2009 Rudi Saßl.

Kommandanten: Josef Kraus 1876-1901, Anton Weindler 1901-1904, Anton Kraus 1904-1937, Josef Probst 1947-1952, Franz Sedlmeier 1952-1965, Xaver Hinteneder 1965-1968, Johann Seidl 1968-1969, Xaver Hinteneder 1969-1973, Franz Stubenrauch 1973-1980, Franz Sedlmeier junior 1980-1997, Michael Meier 1997-2003, Markus Dauch2003-2015, seit 2015 Markus Stubenrauch